Erhöhtes Risiko für Neben- und Wechselwirkungen bei Krebsmedikamenten
Onkologische Therapien gelten als klassisches Hochrisiko-Setting für arzneimittelbezogene Probleme.2,3 Gerade bei älteren Brust- und Prostatakrebspatienten – aber natürlich auch bei anderen Tumorarten – treffen mehrere Medikationen aufeinander: Tumortherapie mit zunehmend oralen Darreichungsformen, Medikamente für Begleiterkrankungen und zur Behandlung der Nebenwirkungen sowie zur Selbstmedikation. Hinzu kommt häufig eine sehr individuelle Ernährung, die – je nach Nahrungsmitteln, Trinkgewohnheiten oder eingesetzten Supplementen – die Bioverfügbarkeit und Verträglichkeit der Tumortherapie zusätzlich beeinflussen kann.
Die hochpotenten Wirkstoffe gegen Krebs haben häufig ein ausgeprägtes Interaktionspotenzial und können Nebenwirkungen verursachen. Für Deine Kunden kann die Therapie deshalb den Alltag spürbar belasten:
- Übelkeit und Erbrechen
- Durchfall oder Verstopfung
- ausgeprägte Müdigkeit (Fatigue)
- Veränderungen des Blutbildes
treten vergleichsweise häufig auf. Diese Begleiterscheinungen können dazu führen, dass die Behandlung als anstrengend erlebt wird, Dosen ausgelassen werden oder die Therapie insgesamt infrage gestellt wird. Das Nebenwirkungsmanagement und eine korrekte Einnahme der Medikamente sind daher mitentscheidend für den Therapieerfolg.4




Erweiterte Medikationsberatung bei Polymedikation
Info: Was darf eine PTA bei einer Medikationsanalyse übernehmen?